Es sind im Moment Planungen von Seiten Architekturbüro Albert Speer im Gange die Straßenbahnlinie 3 durch das Ludwigshöhviertel zu führen und über die Cooperstraße in eine Wendeschleife zu leiten. Des Weiteren ist geplant die Cooperstraße zu verlegen um sie an die Karlsruher Straße anzuschließen. Dies bedeutet einen regelrechten Kahlschlag und führt zu erheblichen Baumaßnahmen im noch bestehenden Waldstück. Dadurch wird das Ökosystem an der angrenzenden und unter Naturschutz stehenden Bessunger Kiesgrube erheblich gestört und einer seiner wichtigen Pufferzonen beraubt.

Eine Wendeschleife an Ihrer Grenze würde unter anderem eine erneute Flächenversiegelung sowie Lichtverschmutzung durch Laternen bedeuten die wiederum Nachtaktive Insekten und Fledermäuse bedrohen dürfte.

Die Verlegung der Cooperstraße dürfte Großflächige Rodungsarbeiten mit sich ziehen. Um eine Vorstellung davon zu bekommen kann man sich derzeit am Bau der Lichtwiesenbahn ein Bild machen. Wir fragen wozu muss man die Cooperstraße verlegen. Die US-Army nutze die Straße mit ihren schweren Trucks und anderem schwerem Gerät ohne Probleme. Deshalb sehen wir darin keinen Bedarf.

Die Umweltbelange fließen nicht in den Planungen ein beziehungsweise finden keine Berücksichtigung bei den Entwürfen des Architekturbüros. Dies ist nicht nachvollziehbar für eine grüngeführte Stadt die sich gerne schmückt mit Slogans wie Erhalt und Förderung der Bioversität oder der Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks der Stadt. Nach unseren anfänglichen Befürchtungen, die auch schon in mehreren Artikeln im Darmstädter Echo abgedruckt wurden, besteht nach wie vor das Risiko einer Entscheidung der Regierungskoalition zugunsten einer Wendeschleife der Linie 3 im Waldstück an der Heidelberger Straße.

Deshalb möchten wir unseren Standpunkt erläutern.

Wir sind nicht gegen eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 soweit die Planungen darauf hinauslaufen den vorhandenen Wald zu schützen und den Baumbestand zu erhalten. Eine Wendeschleife die einen erheblichen Teil des Waldes am angrenzenden “Naturschutzgebiet Bessunger Kiesgrube” unwiederbringlich zerstören würde, lehnen wir daher strikt ab und würde zu weiteren Maßnahmen unsererseits führen.

Auch eine Neuordnung (mögliche Verbreiterung)der Cooperstraße sehen wir äußerst kritisch, da auch hier erneut ein erheblicher Schaden am bestehenden Ökosystem Wald entstehen würde.

Die Überlegung die Straßenbahnlinie mit einer Buslinie weiterzuführen wurde bisher von keiner Seite als Idee in Betracht gezogen.

Wir sehen darin unter den aufgeführten Umweltaspekten eine wichtige Option. Die Vorteile liegen auf der Hand. Keine Umbaumaßnahmen der bestehenden Straße beziehungsweise Verlegung. Eine Weiterführung der Linie wäre ohne weiteres über Eberstadt bis Pfungstadt realisierbar. Der Wald und Ressourcen würden geschont werden.

Unser Misstrauen begründet sich dadurch das in jüngster Zeit allzu oft und im Hau Ruck Verfahren Bauprojekte ohne Mitsprache der betroffenen Bürgerschaft Darmstadts durchgezogen wurden. Siehe Bebauung Bürgerpark, Aldiprojekt Arheilgen, Funkmast, usw…

Wir fordern die Stadtverordneten endlich zu einem Umdenken auf, um ein neues Bewusstsein mit der Natur unter Berücksichtigung der aktuellen Klimakrise einzuleiten.

Des Weiteren möchten wir jeden engagierten Bürger einladen, der sich zum Erhalt diesem Waldstücks einbringen möchte, mit uns Kontakt aufzunehmen. Es ist nicht auszuschließen das wir im Vorfeld die Öffentlichkeit mit Informationskampagnen informieren werden, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann um eine breite öffentliche Debatte anzuregen.

Wir werden zu diesem Thema von der HEAG Mobilo Mitte Oktober zu einem Gespräch eingeladen werden. Ebenfalls stehen wir Gesprächen mit den vertretenen Darmstädter Parteien allzeit offen gegenüber.

Über weitere Informationen und den aktuellen Status dieses Projektes werden wir an dieser Stelle regelmäßig informieren.

Der Vorstand IBK

Stelle der geplanten Wendeschleife an der Kreuzung Heidelberger Straße/Cooperstraße

*** update *** Die IBK ist zu zur ersten Planungsbegleitrunde der verkehrlichen Anbindung Ludwigshöhviertel am 14.10.2020 eingeladen worden.

*** update *** Am Informationsabend vom 14.10.2020 der HEAG Mobilo wurden die unten stehenden 4 Pläne den Vertretern der Bürgerinitiativen vorgestellt . Einer dieser Pläne soll letztendlich bei der Stadtverordnetenversammlung im Februar 2021 (kurz vor der Kommunalwahl) mit einem Beschluss festgemacht werden. Es gilt hier zu beachten, welcher Plan am Rodungsintensivsten ist und nötigenfalls entsprechenden Wiederstand seitens der IBK zu planen. Besonderes Augenmerk möchte ich auf die weiß eingezeichnete Neubaustrecke der Cooperstraße westlich der Heidelberger Straße lenken. Hier wird bereits die geplante Straße mit Anschluss auf die Karlsruher Straße angedeutet und ein großer Waldverlust und/oder die Entfernung der Kleingartenanlagen in der Lincoln-Siedlung wären unausweichlich.


am 08.06.2020 ist der Masterplan 2030+ der Grün/Schwarzen Regierung Darmstadts heraus gekommen. Hierbei werden die Planungen der Stadt bis 2030 vorgestellt, ein Projekt das uns deswegen interessieren sollte, weil in diesem Manifest die Rodung großer Waldgebiete zugunsten Wohnungsbau vorgesehen ist, und sämtliche (!!!) von Kleingartenvereinen besiedelte Flächen zur Disposition stehen. Auf die Einzelheiten der Pläne einzugehen wäre für diese Seite zu Aufwendig, deswegen hier die Links zu den Dokumenten.


Schaukasten

der Schaukasten, in dem Informationen über das Naturschutzgebiet, die IBK und unsere Gärten ausgestellt werden ist fertig gestellt. Besonders für den in letzter Zeit stark angestiegenen Durchgangsverkehr sollen die Informationen dienen, um hier den Respekt für das Naturschutzgebiet zu fördern und illegales Eindringen zu verhindern


Ein Herzensprojekt von uns ist es, im aktuellen Jahr Kindern von KITA´s oder Grundschulen in kleinen Gruppen den Umgang mit der Natur nahe zu bringen. Angedacht sind hier die Präsentation und Erklärungen zu Insektenhotels, Vogelnistplätzen, Pflanzenkunde, etc… durch praktische Beispiele in unseren Gärten.


Schaukasten-Geschenk für BI Pro Bürgerpark

Nachdem die IBK-Darmstadt bereits einen eigenen Schaukasten in der Nähe des Naturschutzgebietes Bessunger Kiesgrube aufgestellt und mit vielen wichtigen Informationen gefüllt hat, wurde am vergangenen Sonntag ein zweites Modell als Zeichen der Verbundenheit und Kooperation zwischen der Interessengemeinschaft und der Bürgerinitiative Pro Bürgerpark ins befreundete Martinsviertel gebracht. Dort steht der Schaukasten jetzt in der Kastanienallee und versorgt vorbeikommende Spaziergänger, Radfahrer und alle Interessierten mit brennenden Themen. Im Schaukasten sind Informationen über Entstehung und Entwicklung des Bürgerpark, die geplante umstrittene Bebauung auf einem Grundstück zwischen Elfeicher Weg/Kastanienallee und dem Einsatz der Bürgerinitiative Pro Bürgerpark zur Erhaltung der Grünfläche im Bürgerpark.